Das Raumquartier - in 4 Schritten zum Erfolg

Max Grosse Wiesmann, Mitgründer und Geschäftsführer des Raumquartiers 

Max Grosse Wiesmann©
Max Grosse Wiesmann©

Ich bin Max Grosse Wiesmann und habe im August 2019 meinen Bachelor in Wirtschaftspsychologie gemacht. Mein Studium hat mit der Arbeit, die ich dir heute vorstellen möchte allerdings gar nicht mal so viel zu tun. Zum einen, weil ich bereits in der Bauphase in das Projekt Raumquartier involviert war und zum anderen, weil das Projekt schon deutlich vor der Beendigung meines Studiums startete. Also worum geht’s?

 

Es geht um das Raumquartier, einem Domizil zum Arbeiten und Feiern in Brandenburg an der Havel. Meine Familie erwarb das Gebäude 2010. Das Objekt befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Oben regnete es hinein, die Fenster waren nicht dicht und an Internet war überhaupt nicht zu denken. Doch das Potenzial war definitiv zu erkennen und die Idee eines Domizils geboren.

Step 1 - Idee

Wichtig ist an dieser Stelle die Idee. Es kommt darauf an, die Idee voran zu treiben und zu konkretisieren. Sprich Optionen zusammentragen, Möglichkeiten bewerten und dann Entscheidungen auf Basis der Möglichkeiten treffen. So gab es auch bei uns im Team unterschiedlichste Möglichkeiten. Wir hätten beispielsweise etwas mit der BUGA 2015 machen können, wollten aber nichts Temporäres, sondern etwas Dauerhaftes. Ab diesem Zeitpunkt war klar, es soll ein Domizil für größere Gruppen werden.  

Raumquartier©
Raumquartier©

Step 2 – Mitmachen und Umsetzen

Nach zwei Jahren Planung, Konzeption, vielen Rückschlägen und trotzdem einer Menge Bock begann 2017 der Umbau des baufälligen Gebäudes. Auch an dieser Stelle möchte ich eine Sache besonders hervorheben: richtig gut wird es, wenn die Ideen und Planungen umgesetzt werden. Ich meine hierbei aber nicht das Zuschauen und Mitverfolgen der Umsetzung, sondern auf dem Gerüststehen und Streichen, Hämmern und Kloppen und genauso so Abkratzen und Spachteln. All diese Ecken und Minibaustellen schaue ich mir heute als erstes an, wenn ich in das Raumquartier komme und vor Ort bin. 

Raumquartier©
Raumquartier©

Nach 2-jähirger Bauphase wurde das Raumquartier im März 2019 fertiggestellt und im Mai 2019 eröffnet. Mit insgesamt 36 Schlafplätzen, acht Badezimmern, einem acht Meter hohen Saal samt Bühne, einer offenen Küche und einer Aussichtsempore, gibt es viel zu entdecken. Anlässlich von Feiern finden bei uns bis zu 90 Menschen Platz. In unserem gemütlichen Innenhof gibt es viel Platz zum Grillen, Tischtennis spielen oder Sonne tanken. Ein echtes Domizil für Gruppen. So sind wir mit dem Raumquartier an den Start gegangen, mittlerweile ist daraus das Raumquartier – Domizil zum Arbeiten und Feiern geworden. Wie kam es dazu? 

Step 3 – Anpassen und Verändern

Hier kommt der nächste Schritt ins Spiel: die ständige Beobachtung des Geschäftsmodells. Wir haben festgestellt, dass immer mehr Firmen auf uns zu gekommen sind und das Rauquartier für ein Seminar, Workshop oder wie es jetzt heißt Workation buchen wollten. Also wurden Anpassungen (Seminarraum, Technik usw.) vorgenommen. 

Raumquartier©
Raumquartier©

Ebenfalls kristallisierte sich immer mehr heraus, dass am Wochenende vor allem Hochzeiten, Geburtstage und andere Feiern im Raumquartier veranstaltet wurden. Logische Konsequenz: Raumquartier – Domizil zum Arbeiten und Feiern. Und so ist auch Julius Krähn mit ins Team gekommen. Gemeinsam mit Julius habe ich 2013 Abitur gemacht. Danach trennten sich unsere Wege, zumindest beruflich. Julius machte eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. Und was passt besser zum Raumquartier als eine ausgebildete Eventmaschine? Richtig, genau das. Wenn im nachfolgenden die Rede von „uns“ oder „wir“ ist, dann sind Julius und ich gemeint. 

Streamquartier im Raumquartier©
Streamquartier im Raumquartier©

Naja und dann hatten wir nicht mal ein Jahr geöffnet und die Corona-Pandemie stellte uns vor die nächste riesige Herausforderung. Alle Buchungen storniert – erneut das gesamte Geschäftsmodell auf den Kopf gestellt. Es mussten neue Ideen her. Also entwickelte ich mit Lars Schulze und Marvin Zinke das Streamquartier. Es sollten aber nicht einfach irgendwelche gestreamten Events werden, sondern Events die Nähe, Klarheit und Professionalität transportieren. Wir brauchen gerade jetzt Orte die Gefühle, Stimmungen und Dynamiken erzeugen.

Wir haben den Charakter des Domizils beibehalten und haben zwischen Dezember 2020 und Mai 2021 über 30 Events digital veranstaltet. Von Kochshows, über Workshops bis hin zu hybriden (digital und vor Ort) Veranstaltungen war und ist alles dabei. 

Step 4 – Integration

Und somit komme ich zum vierten Schritt, die Integration der Möglichkeiten in bestehende Systeme. Denn ich möchte auf keinen Fall, dass das Streamquartier nach Corona der Geschichte angehört – im Gegenteil. Die Idee ist die Verbindung beider Modelle. Ein Ort an dem während der Woche von Montag bis Donnerstag oder Freitag produktiv gearbeitet wird und von Freitag bis Sonntag das Gelungene gefeiert wird. Wie stelle ich mir das vor? Firmen, Teams und Gruppen sind bei uns im Raumquartier zu Gast und erarbeiten ein Produkt, was auch immer dieses Produkt sein mag: ein Theaterstück, eine App oder eine Kundenpräsentation. Von Montag bis Donnerstag wird also gemacht und getan. Am Freitag, wenn es um die Präsentation geht, wird das Streamquartier eingesetzt und das, was erarbeitet wurde, kann der ganzen Welt gezeigt werden. Wer anschließend noch Lust hat, kann dann lecker grillen und das Wochenende genießen. 

 

Jetzt hast du eine Idee davon, was meine Idee war und ist. Ich hoffe, jetzt geht es bald wieder richtig los und wir können dich und deine Kollegen oder Freunde bei uns empfangen. 

 

Text: Max Grosse Wiesmann

 

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