Damit Nachfolge kein Buch mit 7 Siegeln bleibt

Doris Reimann, Projektleiterin Zukunft.Unternehmen.Westbrandenburg an der Technischen Hochschule Brandenburg

Deutschlandweit steht in den kommenden 5 Jahren für mehr als 500.000 Unternehmen eine Nachfolgesituation an. Alarmierend dabei ist, dass bei mehr als 40% der Unternehmen die Nachfolge noch nicht geklärt ist.

Der Wirtschaftsstandort Deutschland kann sich eine ungeregelte Nachfolge nicht leisten, da dies zu vielschichtigen Problemen wie die Gefährdung von Arbeitsplätzen oder den Verlust von Know-How führt.

Diesem Trend möchte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entgegenwirken und hat daher die Förderinitiative „Unternehmensnachfolge – Aus der Praxis für die Praxis“ ins Leben gerufen.

 

Die Technische Hochschule Brandenburg (THB) hat mit ihrer Idee von einem Nachfolgeforum 2.0 punkten können und kann nun das Modellprojekt umsetzen.

 

Unter dem Namen „Zukunft.Unternehmen.Westbrandenburg“ wird es in den folgenden drei Jahren verschiedene Angebote für Übergebende und Übernehmende in unserer Region geben.

Doris Reimann©
Doris Reimann©

„Wir wollen für das Thema Nachfolge auf der Seite der ÜbergeberInnen und ÜbernehmerInnen sensibilisieren“ sagt Projektleiterin Doris Reimann von der THB.

 

Doris Reimann hat zu dem Thema Unternehmensnachfolge auch persönliche Anknüpfungspunkte, da sie bereits in ihrem früheren Berufsleben ein Unternehmen kaufte und in diesem Zusammenhang mehrfach eine Übernahme verhandelt hat.

 

Im Rahmen dieses Modellprojektes wird es eine Reihe von Sensibilisierungsveranstaltungen, Workshops und Planspielen geben, in Präsenz und digital. Geplant ist auch die Qualifizierung von NachfolgenavigatorInnen im Rahmen eines Train-the-Trainer-Konzeptes. Zudem wird es eine E-Learning-Plattform geben.

 

Das Beste ist: Alle Angebote werden Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt.

 

Mit dem Projekt „Zukunft.Unternehmen.Westbrandenburg“ sorgt die Technische Hochschule Brandenburg einmal mehr für regionalen und praxisnahen Wissenstransfer.

 

Unterstützung erfährt das Projekt von der Wirtschaftsförderung der Stadt Brandenburg, durch die IHK Regionalcenter Brandenburg und vom Netzwerk Unternehmenskultur Westbrandenburg, mit denen die THB bereits seit vielen Jahren eng zusammen arbeitet.

 

 

Text: Doris Reimann

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