Studium und Selbstständigkeit? Wenn du es willst, ist alles möglich!

Torben Hammes studiert Wirtschaftsinformatik an der Technischen Hochschule Brandenburg und ist

Inhaber der Medienagentur Hammes Media.

Manchmal ändern sich die Pläne schneller als man denkt...ob man will oder nicht. So ist es mir auch ergangen und es hat sich gelohnt!

Torben Hammes©
Torben Hammes©

Ich bin ein vergleichsweise junger Gründer. Es ist kein Startup, auch keine besondere Innovation. Ich habe gegründet, weil es mir Spaß macht.
Ich bin selbstständiger Web- und Grafikdesigner und Web-Entwickler. Mit dem Thema Gründung habe ich mich nicht lange beschäftigt – eigentlich wollte ich schon mit 15 anfangen. Zwei Tage nach meinem 18. Geburtstag hatte ich die Online-Gewerbeanmeldung beim Land Berlin mit einer Gebühr von 15€ eingereicht. Das war keine große Hürde. Da steckte ich noch mitten im Abi.
Sonstige Verpflichtungen, die eine Gründung mit sich zieht, waren für mich auch nicht im Vordergrund. Nach der Anmeldung habe ich gegoogelt...ja, die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft musste ich noch machen (immerhin noch pünktlich innerhalb der 7-Tage-Frist), aber alles Weitere kommt dann, wenn es gerade aktuell ist. Es gibt immer eine Lösung! So bin ich an das Ganze herangegangen.

Dann kam das Studium. Mein Weg hat mich eher zufällig nach Brandenburg geführt. Ich wollte eigentlich in Potsdam studieren, jedoch gab es nur 30 Plätze auf den Studiengang europäische Medienwissenschaften. Daraufhin habe ich mich umgeschaut und die TH Brandenburg entdeckt. Wirtschaftsinformatik war nicht meine erste Wahl – eigentlich habe ich auch zu viele Interessen.
So zweifelte ich immer wieder, ob ich nicht sogar aufhören soll bzw. ob dieses Studium das Richtige für mich ist. Mein Entschluss fiel jedoch dahingehend aus, dass ich das Studium erst einmal abschließen will und dann immer noch Neues ausprobieren kann.

Meist kommuniziere ich recht offen, dass ich noch studiere, jedoch wollen Kunden selbstverständlich eine zügige Arbeit und man ist des Öfteren in einem Zwiespalt. Ich neige dazu, eher zu viel als zu wenig zu machen. Dahingehend hilft einfach ein Hauch guter Organisation.
Ob Bullet Journaling, App oder Kalender – alles habe ich schon einmal ausprobiert und für mich hat sich ein „Mischmasch“ aus verschiedensten Methoden ergeben. An dieser Stelle empfehle ich, dass man selbst einfach mal ausprobiert. Nur so findet man die Organisationstechnik, die am besten zu einem passt.

HavelValley©
HavelValley©

2019 brachte ich mit zwei weiteren Personen TEDx nach Brandenburg, ein Veranstaltungsformat, welches den Raum schafft, diverse Ideen vorzustellen.

In der Coronazeit begann die Gründung der HavelValley-Inititiative, einer Gemeinschaft aus Gründern und Machern, welche Brandenburg attraktiver gestalten wollen. Seit Juli dieses Jahres bin ich auch noch als Junior IT Consultant bei der Northern-Lights GmbH in Flensburg angestellt.

 

Man könnte denken: Das ist eine ganze Menge! Ist es vermutlich auch, selbst wenn ich es nicht immer so wahrnehme.
Wichtig dabei ist: Das mache ich alles aus Interesse, Motivation und Freude an den Tätigkeiten. Ohne dies würde ich alles gar nicht schaffen. Selbstverständlich gibt es auch mal Phasen, in denen es etwas viel wird oder die Motivation niedriger ist.

 

Torben Hammes©
Torben Hammes©

Mit der Zeit konnte ich lernen, auf mich und meinen Körper zu hören. Eine Prise gute Selbstorganisation gehört natürlich auch dazu. Ich kann empfehlen, es einfach mal selbst auszuprobieren. Gerade eine Gründung neben dem Studium birgt nur vergleichsweise wenig Risiken. Eventuell erhält man noch Unterhalt und Bafög, es gibt nur wenig weitere Abhängigkeiten. Mir haben auch meine Kontakte und das Netzwerk geholfen – viele inspirierende und hilfsbereite Menschen, die mich bei Fragen unterstützt und mir neue Ideen und Lösungsansätze gebracht haben. Sei open-minded, wissbegierig und probiere einfach mal was aus!

Gründen kann steinig sein. Es kann viel Spaß machen und wahnsinnig neue Erfahrungen schaffen. Wenn du mit dem Gedanken spielst zu gründen, probiere es doch mal neben dem Studium oder der Arbeit. Was kann man groß verlieren, wenn man ein festes Einkommen hat und trotzdem seine Ideen verwirklichen will. Probier‘ dich aus! Du lernst nur dazu.

 

Text: Torben Hammes

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Kommentare: 1
  • #1

    Sven Bentz (Donnerstag, 10 Dezember 2020 14:30)

    Finde ich richtig toll. Inspirierend und motivierend zugleich. Viele gehen davon aus, dass die Selbständigkeit zur Hauptarbeit wird, so dass die feste Anstellung in den Hintergrund gerückt werden könnte. Ich glaube hier liegt die größte Herausforderung im Zeit- und Planungsmanagement. Dazu kommt die Deckung aller meiner fixen und variablen Kosten.
    Ich wünsche Torben alles Glück und immer eine ruhige sowie besonnene Entscheidungskraft in all seinen Vorhaben.

    Alles Gute

    Sven Bentz