Erste-Hilfe-Kurse gehen in Brandenburg auch anders...

Jens Reuter, Gründer der ersten privaten Erste-Hilfe-Schule "ResCor - Akademie für Lebensretter" in Brandenburg an der Havel

Erste-Hilfe-Kurs? Laaangweiliiig...

So oder so ähnlich äußern sich viele, wenn sie an den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses denken. Mit der Motivation, das zu ändern, wurde die erste private Erste-Hilfe-Schule in Brandenburg an der Havel gegründet.

Der erste Schritt ist der schwerste, aber auch der wichtigste

Jens Reuter©
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Dieser Fakt trifft nicht nur für die Erste Hilfe zu, sondern auch für die Gründung eines Unternehmens. Viele Menschen haben Angst davor, Fehler zu machen, wenn es um die Hilfe für andere Menschen in Notfallsituationen geht. Genauso geht es vielen von denen, die über ihre berufliche Zukunft nachdenken und dabei auch an eine Selbständigkeit denken. Mir ging es ähnlich, als ich im letzten Jahr die Chance bekam, meine berufliche Zukunft nochmal neu zu denken. In verschiedenen angestellten Verhältnissen hatte ich zuvor einerseits Sicherheit, aber andererseits auch immer wieder begrenzte Spielräume erfahren können und müssen. Der Besuch einer kleinen idyllischen privaten Kaffeerösterei auf Sylt sollte die entscheidende Wende in meinem Leben bringen.

Mach lieber irgendwas, als untätig zu sein!

Jens Reuter©
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Diese wichtige Botschaft gebe ich allen Teilnehmenden meiner interaktiven und sehr praxisnahen Erste-Hilfe-Ausbildungen mit auf den Weg. Denn es ist bei lebensbedrohlichen Situationen immer besser, etwas vielleicht nicht ganz richtig zu machen, als neben dem Betroffenen zu stehen und nichts zu machen! Mein beruflicher Neustart sollte nicht durch Untätigkeit glänzen und ich wollte irgendwie aktiv werden. Bei dem Besuch der kleinen Kaffeerösterei kam dann der entscheidende Impuls, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Nämlich eine Kaffeerösterei! Es folgten einige schlaflose Nächte, unendliche Recherchen, Gespräche mit potentiellen Partnern und sogar ein einwöchiges Seminar an einer Berliner Kaffee Schule. Dieses leidenschaftliche Projekt konnte schlussendlich aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden, weckte in mir aber den unbändigen Willen nach einem eigenen Unternehmen. Getreu dem Motto „Back to the roots“ überkam mich dann die Idee, die ResCor – Akademie für Lebensretter ins Leben zu rufen.

 

Wie kommt man denn auf sowas?

Jens Reuter©
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Diese Idee entstand natürlich nicht aus einer Laune heraus. Dem voraus gingen viele Jahre aktive Tätigkeit in allen Bereichen des Rettungsdienstes der Stadt Brandenburg und des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Ich konnte in diesem Beruf viele Erfahrungen sammeln und mich als einer der ersten Drei in Brandenburg zum Notfallsanitäter qualifizieren. Neben dem Beruf organisierte und leitete ich bereits viele Erste-Hilfe-Ausbildungen und Fortbildungen für Personal in medizinischen und pflegerischen Berufen. Auch bildete ich viele betriebliche Ersthelfer in Unternehmen aus. Um meinen beruflichen Horizont zu erweitern, absolvierte ich zudem ein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Gesundheitsmanagement und bildete mich im Qualitätsmanagement fort. Nach dem Ausstieg aus dem aktiven Rettungsdienst unterstützte ich zunächst anderthalb Jahre lang einen befreundeten Unternehmer in einem Medizinproduktehandel und nebenbei immer schon meine Frau, die seinerzeit mit dem Aufbau ihrer eigenen Werbeagentur, der Marketingzeit, beschäftigt war.

 

Erste-Hilfe ist einfach!

Jens Reuter©
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Eine Gründung auch, wenn man sich traut! Soviel kann ich heute sagen.

Obwohl ResCor jetzt noch sehr jung ist, kann ich schon von einem

erfolgreichen Markteintritt sprechen. Entscheidend war, sich zu trauen,

den ersten Schritt zu machen.

 

 

                                                                                                                                                                                                                                           Text: Jens Reuter