Von Anfang an abgesichert

Ein Beitrag von Elvira Heitepriem, Versicherungsberaterin

 

Elvira Heitepriem©
Elvira Heitepriem©

Bereits bei der Existenzgründung ist es wichtig, sich der möglichen Risiken bewusst zu werden.
Bei der Abwägung der Risiken sowie der Bestimmung der Versicherungssumme hilft ein Versicherungsberater.

 

Dieser Artikel informiert über die wichtigsten Versicherungen im privaten und betrieblichen Bereich. Mein Tipp für die Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Versicherungsmakler ist, sich mögliche Szenarien vorzustellen und daraus Risiken abzuleiten. Weiterhin sollten alle Fragen rund um das Thema Versicherungen vorab notiert werden.

 

Die wichtigsten Versicherungen für GründerInnen

Die Risiken im persönlichen Bereich sind vielfältig und die Folgen können teuer sein. Daher ist es von größter Bedeutung, die eigene Arbeitskraft abzusichern.

Zu nennen sind hier insbesondere die Krankenversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallversicherung.

Bei der Krankenversicherung besteht grundsätzlich die Wahl zwischen der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung.
Entscheidungskriterien sind hier u.a. der Familienstand oder chronische Erkrankungen.

Die Berufsunfähigkeit ist eines der größten existenziellen Risiken im Arbeits- und Berufsleben. Traurig, aber wahr: Jeder 4. Berufstätige in Deutschland wird berufsunfähig. Betroffen sind dabei alle Branchen, sämtliche Berufe und jede Phase des Lern- und Arbeitslebens. An einer privaten oder betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung führt also kein Weg vorbei!

Ein Unfall passiert plötzlich und unerwartet. Und genauso plötzlich steht man vor finanziellen Herausforderungen. Besonders wenn man nach einem Unfall dauerhaft beeinträchtigt bleibt.
Wichtig sind dabei Leistungen, um die kurz- und langfristigen Unfallfolgen aufzufangen. Individuelle Bausteine ermöglichen die Berücksichtigung der persönlichen Situation und von Sonderwünschen.

 

 

Absicherung im betrieblichen Bereich

Eine Haftpflichtversicherung für das Unternehmen ist das A & O. Wer keine Haftpflichtversicherung abschließt, handelt beinahe fahrlässig.
Es gibt sogar Berufsgruppen, die ohne den Nachweis einer Haftpflichtversicherung (sog. Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen bei Rechtsanwälten, Ärzten etc.) keine Erlaubnis bekommen, unternehmerisch tätig zu sein.
Die Haftpflichtversicherung springt ein, wenn berechtigte Schadensersatzansprüche Dritter gestellt werden und verhindert so oft den finanziellen Ruin. Insbesondere Einzelunternehmer würden mit ihrem gesamten privaten Vermögen haften.

 

Eine weitere sehr wichtige Versicherung ist die Geschäftsinhaltsversicherung. Sie kommt für Schäden an der Einrichtung, den Waren, Geräten, Maschinen etc. auf.

Erstattet wird in der Regel der Neuwert der Sachen, damit das Unternehmen schnell wieder arbeitsfähig ist.

Wie schnell passiert es, dass man beispielsweise mit einem Mitarbeiter oder seinem Vermieter in einen Rechtsstreit gerät? Ein Rechtsstreit kann teuer werden. Deshalb ist ein gewerblicher Rechtsschutz sehr zu empfehlen. So werden Kosten vermieden und im Streitfall wird man in allen Bereichen ideal unterstützt.

 

Zu guter Letzt weise ich auf eine Versicherung hin, die noch nicht viele UnternehmerInnen im Blick haben. Es gibt heutzutage wohl kaum ein Unternehmen, das nicht im Internet unterwegs ist.
Durch die immer weiter fortschreitende Internet-Kriminalität entsteht den Betroffenen häufig ein großer Schaden. Zu nennen sind hier beispielsweise gehackte Accounts, gestohlene Passwörter oder abgefangene TAN-Nummern beim Online-Banking.
Daher rate ich zum Abschluss einer Cyber-Versicherung.

 

Text von: Elvira Heitepriem, Versicherungsberaterin

 

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